Marley haben wir als Welpe vermittelt, nun kommt er zurück zu uns, weil seine Besitzer selbst Nachwuchs bekommen haben und das Zusammenleben für Marley und Baby leider nicht so gut geklappt hat. Auf der Pflegestelle lebt Marley mit drei weitere Hunden, mit denen er sich prima versteht, an fremden Hunden zeigt er kaum Interesse und geht lieber seinen eigenen Weg. Da er sich entweder auf sich selbst verlässt oder Rücksprache mit seinem Mensch hält, würde er ein Zuhause als Einzelprinz bevorzugen. Zuhause zeigt er sich als ein offener und verspielter Rüde, der gern sein Spielzeug ins Körbchen trägt. An die Geräusche der Hausnachbarn und Nachbarschaft hatte er sich nach wenigen Wochen gewöhnt und schlägt auch nicht mehr an. Gerne ist er im Garten mit der Nase am Boden, wenn man aber nicht aufpasst, ist auch schnell das nächste Loch für die neue Gartenbepflanzung ausgehoben. Er ist stubenrein, bleibt bei Bedarf alleine, kennt Transportbox, fährt im Auto problemlos mit und zeigt kein Interesse an anderen Tieren, egal ob Nutztier oder Wild.
Ein eigentlich pflegeleichter Traumhund, der dennoch selbstsichere und souveräne Menschen sucht, die ggf. auch schon Erfahrung mit unsicheren Hunden mitbringen. Den Marley ist außerhalb der eigenen vier Wände und seinem gewohnten Pipiweg verunsichert, sucht die Umgebung nach Gefahren ab und vertraut erstmal nur sich selbst. Er entscheidet sich grundsätzlich für den Fluchtmodus, kann daher nicht abgeleint werden. Und dennoch zeigen sich beim konsequenten Training seit Mitte Februar mittlerweile erste Erfolge, wo Marley anfängt mit Blickkontakt Rücksprache zu halten, sich der für ihn zwar immer noch gruseligen Außenwelt stellt und Situationen aussitzt und verarbeitet. In Feld und Wald, als auch in Parkanlagen, ist er weniger gestresst und kann einfach mal Hund sein, als in städtischer Umgebung.
Er sucht ein Zuhause mit ruhigem Umfeld, ohne Kinder (Trubel und Kindergeschrei stresst ihn), mit Geduld bei der Eingewöhnungszeit, um zu lernen sich an seinem Mensch zu orientieren und such in dessen Alltag zu integrieren. Hat er sein Herz erstmal verschenkt, geht dieser wirklich netter und verschmuster Kerl mit einem durch dick und dünn.